Geschichte
In einem abgelegenen Haus im Herzen eines dunklen Waldes, wo die Zeit stillzustehen schien, brachte eine Mutter, die nun allein in diesem düsteren Heim lebte, Arold zur Welt – ein entstelltes Kind, dazu verdammt, zu kriechen und schrille Schreie auszustoßen.
Die unheilvollen Flüstern des Waldes schienen ein schreckliches Schicksal zu prophezeien. An jedem Geburtstag von Arold schenkte ihm seine Mutter eine Glaskugel, in der Hoffnung, die Schatten zu vertreiben, die ihn umgaben. Doch die Jahre verschlimmerten nur seinen Zustand.
Erschöpft und voller Angst, nicht länger fähig, ihn in der Nähe ihres Schlafzimmers zu verbergen, sperrte sie ihn an seinem vierten Geburtstag auf den staubigen Dachboden der Scheune, wo er zwölf lange Jahre in Einsamkeit lebte.
Bis zu jener eiskalten Nacht des Jahres 1884, als die Mutter Ärzte und Priester rief, um Arold zu helfen. Doch eine paranormale Macht jagte ihnen Angst ein – kurz darauf fiel der Strom aus, hüllte das Haus in eine entsetzliche Dunkelheit und trieb sie in die nahegelegene Kapelle.
Alle anwesenden Priester hatten bereits Exorzismen durchgeführt, doch keiner war je einem solchen Phänomen begegnet. Sie alle waren machtlos.
Die Legenden erzählen, dass in jener Nacht ein Gemälde entstand, das noch immer in dem Haus hängt. Die Nacht endete im Grauen – die Priester und Ärzte fanden den Tod, und die Mutter wurde erhängt an einem Balken in der Scheune aufgefunden.
Man sagt, dass jedes Jahr, an seinem Geburtstag, die Schatten im Haus unruhig werden, und eine geisterhafte Gestalt aus der Dunkelheit auftaucht, um auf das Geschenk seiner Mutter zu warten – eine Glaskugel, die sie ihm einst schenkte.
Heutzutage, wenn die Nacht hereinbricht und der Wind durch die Bäume pfeift, behaupten einige, noch immer die fernen, schrillen Schreie von Arold zu hören.
Die Glaskugeln, einst glänzend vor Versprechen, liegen nun in der Dunkelheit, stumme Zeugen dieser tragischen Geschichte einer Mutter und ihres gequälten Sohnes, gefangen in der Finsternis, die sie verschlungen hat.